Das Wichtigste in Kürze
- Datum: Das Maibaumaufstellen findet traditionell am 1. Mai statt.
- Turnus: Die Bäume werden meist alle drei bis fünf Jahre erneuert.
- Brauchtum: Wichtige Bestandteile sind die Maibaumwache und der Versuch des Maibaumklaus durch Nachbargemeinden.
- Handarbeit: In vielen Freisinger Ortsteilen wird der Baum noch mit purer Muskelkraft aufgestellt.
Inhaltsverzeichnis
Die Bedeutung des Maibaums in Freising
Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen den Frühling in Freising ankündigen, beginnt für viele Ortschaften und Stadtteile eine ganz besondere Zeit. Das Maibaumaufstellen Freising ist weit mehr als nur ein Termin im Kalender; es ist ein Symbol für Zusammenhalt, lokalen Stolz und die tiefe Verwurzelung in der bayerischen Geschichte. Ein Maibaum repräsentiert die Gemeinschaft des Dorfes oder des Stadtviertels und zeigt oft durch seine Schilder, welche Handwerke und Vereine dort ansässig sind.
Da das Aufstellen eines neuen Baumes mit großem Aufwand verbunden ist, findet dieses Ereignis nicht jedes Jahr am selben Ort statt. In der Regel haben die Bäume eine „Lebensdauer“ von drei bis fünf Jahren, bevor sie aus Sicherheitsgründen umgelegt und durch ein neues Prachtexemplar ersetzt werden. Wenn es dann so weit ist, steht der ganze Ort Kopf.
Die Maibaumwache: Ehrensache und Geselligkeit
Bevor der Baum am 1. Mai in den blauen Himmel ragt, muss er vorbereitet werden. Er wird geschält, gehobelt und oft in den bayerischen Farben Weiß und Blau bemalt. In dieser Phase ist der Baum besonders verwundbar – und hier kommt die Maibaumwache ins Spiel. Die örtlichen Burschenvereine oder Landjugendgruppen richten ein sogenanntes „Maibaumstüberl“ ein. Rund um die Uhr wird der Baum bewacht, um ihn vor den listigen Augen der Nachbargemeinden zu schützen.
Diese Wachen sind legendär für ihre Geselligkeit. Es wird gemeinsam gegessen, gelacht und die Kameradschaft gepflegt. Wer in dieser Zeit Freising besucht, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, bei einer solchen Wache vorbeizuschauen, sofern diese öffentlich zugänglich ist. Es ist ein tiefer Einblick in das echte bayerische Dorfleben, der auch perfekt zu anderen Veranstaltungen in Freising passt.
Maibaumklau: Wenn die Nachbarn zuschlagen
Der Maibaumklau ist ein sportlicher Wettkampf nach strengen, ungeschriebenen Regeln. Gelingt es einer Nachbargemeinde, den Baum unbemerkt zu entwenden, muss dieser „ausgelöst“ werden. Die Verhandlungen über die Auslöse – meist eine beachtliche Menge an Freibier und eine deftige Brotzeit – sind oft ebenso langwierig wie humorvoll.
„Ein gestohlener Maibaum ist keine Schande, sondern eine Einladung zum gemeinsamen Feiern – vorausgesetzt, man einigt sich auf genug Bier für die Diebe.“
Wichtig ist dabei: Gewalt ist tabu, und der Baum darf nicht beschädigt werden. Sobald die Einigung steht, wird der Baum unter Musikbegleitung zurückgebracht und gemeinsam gefeiert. Dies stärkt das Band zwischen den Gemeinden im Landkreis Freising enorm.
Der Festtag: Wie der Baum in die Höhe kommt
Am Vormittag des 1. Mai erreicht die Spannung ihren Höhepunkt. Das Maibaumaufstellen Freising erfolgt in vielen Ortsteilen noch auf die traditionelle Art: mit purer Muskelkraft und sogenannten „Schwaiberln“. Das sind lange Stangen, die paarweise verbunden sind und den schweren Stamm Stück für Stück nach oben hieven.
Unter dem Kommando eines erfahrenen Meisters arbeiten dutzende Männer synchron. Jeder Handgriff muss sitzen, denn der tonnenschwere Baum darf nicht ins Schwanken geraten. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, das oft mehrere Stunden dauert und von den Zuschauern mit anfeuerndem Applaus begleitet wird.
Wo in Freising gefeiert wird
Das Maibaumaufstellen findet in verschiedenen Ortsteilen von Freising statt. Je nachdem, welcher Verein gerade an der Reihe ist, wechselt der Schauplatz. Hier ist eine Übersicht der typischen Orte, an denen die Tradition hochgehalten wird:
| Ortsteil | Tradition | Besonderheit |
|---|---|---|
| Attaching | Händisches Aufstellen | Großes Zeltfest der Feuerwehr |
| Vötting | Traditionelle Bemalung | Starke Beteiligung der Landjugend | Dörflicher Charakter | Oft mit Umzug durch den Ort |
| Hohenbachern | Gemütliches Fest | Fokus auf regionale Schmankerl |
Da nicht jeder Ort jedes Jahr einen Baum aufstellt, lohnt sich vorab ein Blick in den lokalen Veranstaltungskalender des Landkreises oder auf die offizielle Seite der Stadt Freising.
Schmankerl und bayerische Lebensart
Kein Maibaumaufstellen Freising ohne die passende Verpflegung! Sobald der Baum sicher verankert ist, beginnt der gemütliche Teil. Die örtlichen Biergärten in Freising und Umgebung füllen sich, und es werden bayerische Klassiker serviert. Ob eine kühle Maß Bier, ein knuspriges Hendl oder eine frische Brezn mit Obatzda – für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
Begleitet wird das Ganze oft von:
- Blasmusik: Regionale Kapellen spielen zünftige Märsche und Polkas.
- Goaßlschnalzer: Traditionelle Vorführungen mit Peitschengeknall.
- Trachtentänze: Auftritte der hiesigen Trachtenvereine, die das Brauchtum pflegen.
Wenn du also einen authentischen Tag in Oberbayern erleben möchtest, zieh dir dein Dirndl oder deine Lederhose an und mische dich unter die Leute. Das Maibaumaufstellen Freising ist die perfekte Gelegenheit, um die bayerische Herzlichkeit hautnah zu spüren und einen unvergesslichen Tag im Freien zu verbringen.








